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Die meditative Sicht
Drei Begriffe spielen eine zentrale Rolle für den Fotografen Joachim Rohfleisch: FARBE, FORM, STRUKTUR. In seinem künstlerischen Schaffen fungieren sie als eine Art Losungswort. Die spezifische Art und Weise, wie er als Fotograf sein Motiv wahrnimmt, beschreibt er als erlebtes Sehen: “Ich möchte die Faktizität der Materialien für sich sprechen lassen. In den intensivsten Momenten meiner Wahrnehmung empfinde ich die Umwelt nur noch in der Verdichtung von Farbe, Form, Struktur.” Er betrachtet sein Motiv in meditativer Ruhe, und gelangt so zur Bewußtheit dessen, “was ist” - die Betrachtung wird zur unmittelbaren Seinserfahrung. Dabei wird er durch Vorgänge und Strukturen in seinem Umfeld inspiriert: Elemente der Natur werden ebenso wie alltägliche Gegenstände und Situationen zu einer höchst subjektiven Bildwelt abstrakter Kompositionen.
Heike Piehler, Kunsthistorikerin
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